Bild "Reise zum Kailash I – Aufbruch in den kosmischen Raum"
In "Reise zum Kailash I" verwandelt Kalyani die Reise zum heiligen Berg Kailash in eine visionäre Bewegung durch einen farbenreichen Kosmos. Sterne, Planeten und leuchtende Himmelskörper schweben in einem tiefen Raum aus Blau, Violett, Grün und Schwarz. Die dargestellte Reise folgt dabei keiner sichtbaren Straße. Sie erscheint vielmehr als Übergang aus der vertrauten Welt in einen geistigen Raum, in dem Entfernung, Zeit und Wirklichkeit ihre festen Grenzen verlieren.
Im unteren Teil des Gemäldes erhebt sich eine goldene, bergähnliche Form über der Krümmung eines Himmelskörpers. Sie kann als Hinweis auf den Kailash verstanden werden, der in mehreren asiatischen Religionen als heiliger Berg und spirituelles Zentrum verehrt wird. Darüber schwebt eine schmale Mondsichel wie ein Boot oder eine Schale, die den Reisenden durch das Universum zu tragen scheint. Die zahlreichen Lichtpunkte und kreisenden Gestirne vermitteln den Eindruck einer Welt, in der alles miteinander verbunden ist.
Besonders auffällig ist die große, helle Kugel im Zentrum. In ihrem Inneren zeichnet sich eine menschliche Gestalt ab, die wie von Licht umgeben oder von mehreren Schichten eingeschlossen wirkt. Sie kann für den Menschen auf seiner spirituellen Reise stehen: äußerlich klein gegenüber der Weite des Universums, innerlich jedoch getragen von einem eigenen leuchtenden Mittelpunkt. Der Kailash wird dadurch weniger als geografisches Ziel denn als Symbol für Erkenntnis, Wandlung und die Suche nach dem Wesentlichen sichtbar.
Während "Reise zum Kailash I" den Aufbruch und die Bewegung durch einen grenzenlosen kosmischen Raum zeigt, führt das dazugehörige Gemälde "Reise zum Kailash II" die Reise auf eine persönlichere und spielerischere Ebene. Dort rückt nicht mehr das ferne Ziel, sondern die innere Haltung der Reisenden in den Mittelpunkt.
Unter dem Künstlernamen Kalyani präsentiert die Malerin Svitlana Shapovalova aus der Nähe von Kiel farbenreiche Werke voller Ruhe und Spiritualität. Ihre familiären Wurzeln liegen in Russland und der Ukraine, während Norddeutschland seit vielen Jahrzehnten ihr Zuhause ist. Inspiration findet sie vor allem im Yoga, in zahlreichen Indienaufenthalten und in der indischen Kultur. Ihre Bilder erzählen von Harmonie, Bewegung, innerer Balance und Lebensfreude. Seit 2022 signiert sie ihre Werke mit „Kalyani“, einem Namen aus dem Sanskrit, der unter anderem „die Segensreiche“ bedeutet.