Bild "Reise zum Kailash II – Zwischen Lebensweg und innerem Wachstum"
In "Reise zum Kailash II" stellt Kalyani sich selbst als Reisende in einer farbenreichen, kosmischen Bildwelt dar. Vor einem tiefblauen Himmel mit Sternen, Planeten und leuchtenden Nebeln steht sie auf einem schwarz-goldenen Schachbrett. Auf ihrem Kopf trägt sie ein Gefäß, aus dem farbenfrohe Blumen emporwachsen. Durch dieses Selbstporträt wird die Reise zum Kailash zu einer sehr persönlichen Erzählung über Suche, Veränderung und inneres Wachstum.
Das Schachbrett kann als Sinnbild des Lebens verstanden werden. Helle und dunkle Felder wechseln einander ab und erinnern an Entscheidungen, Begegnungen, Umwege und Gegensätze, die jeden Lebensweg prägen. Kalyani erscheint dabei nicht unsicher oder ängstlich, sondern lächelnd und offen. Ihre Haltung vermittelt Vertrauen in den eigenen Weg, auch wenn das Ziel noch fernliegt und der nächste Schritt nicht immer vorhersehbar ist.
Die auf dem Kopf getragene Vase verbindet die Künstlerin mit den Blumen, die aus ihr hervorzuwachsen scheinen. Sie können für Ideen, Erinnerungen und Erkenntnisse stehen, die sich während der Reise entfalten. Das Gefäß wird so zu einem Sinnbild des inneren Reichtums, während die Blüten Lebensfreude, Kreativität und spirituelle Entwicklung ausdrücken. Der Schmetterling verstärkt das Motiv der Verwandlung und deutet darauf hin, dass eine solche Reise den Menschen nicht unverändert zurücklässt.
Im Unterschied zu "Reise zum Kailash I", das den Aufbruch durch einen weiten und geheimnisvollen Kosmos zeigt, rückt in "Reise zum Kailash II" die persönliche Erfahrung der Künstlerin in den Mittelpunkt. Das äußere Reiseziel verbindet sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte und ihrer Suche nach innerer Klarheit. Gemeinsam erzählen beide Bilder davon, dass eine Reise zum Kailash nicht nur zu einem heiligen Ort führt, sondern immer auch eine Reise zu sich selbst sein kann.
Unter dem Künstlernamen Kalyani präsentiert die Malerin Svitlana Shapovalova aus der Nähe von Kiel farbenreiche Werke voller Ruhe und Spiritualität. Ihre familiären Wurzeln liegen in Russland und der Ukraine, während Norddeutschland seit vielen Jahrzehnten ihr Zuhause ist. Inspiration findet sie vor allem im Yoga, in zahlreichen Indienaufenthalten und in der indischen Kultur. Ihre Bilder erzählen von Harmonie, Bewegung, innerer Balance und Lebensfreude. Seit 2022 signiert sie ihre Werke mit „Kalyani“, einem Namen aus dem Sanskrit, der unter anderem „die Segensreiche“ bedeutet.