Bild "Unter der Sonne gedeiht sie zu einer Schönheit III"
Im dritten Bild der Serie steht eine Frau mit einem hoch aufragenden roten Kopftuch vor einem leuchtend gelben Hintergrund. Die klare Farbfläche lässt ihre Gestalt besonders kraftvoll hervortreten. Ihr direkter Blick zieht die Betrachtenden unmittelbar in das Bild hinein. Die fein ausgearbeiteten Augen, die roten Lippen und die erhobene Hand vermitteln Selbstsicherheit, Konzentration und eine beinahe königliche Präsenz.
Das intensive Rot des Kopftuchs steht für Energie, Lebenskraft und Leidenschaft. Der gelbe Hintergrund erinnert an Sonnenlicht und Wärme und greift damit den Titel der Serie besonders unmittelbar auf. Weiß-goldener Schmuck an Stirn, Hals und Handgelenk bildet einen ruhigen Gegenpol zu den kräftigen Farben. Die blauen Fingernägel setzen einen überraschenden Akzent und unterstreichen den individuellen, modernen Charakter der Dargestellten
In "Unter der Sonne gedeiht sie zu einer Schönheit III" wird Schönheit als Ausdruck von Würde und Selbstbestimmung sichtbar. Die Frau wirkt nicht zurückhaltend, sondern nimmt ihren Raum bewusst ein. Sie begegnet dem Blick von außen mit Klarheit und Stärke. Das Bild erzählt damit von einer Persönlichkeit, die sich ihrer eigenen Wirkung bewusst geworden ist und ihre Individualität selbstbewusst zeigt.
Wie die anderen Werke der Serie entstand auch dieses Porträt noch in der Zeit, in der Kalyani ihre Bilder mit "Shapo" signierte. Farbigkeit, Spiritualität und weibliche Stärke – zentrale Themen ihres späteren Schaffens – sind hier bereits deutlich erkennbar.
Weitere Bilder der Serie:
Unter dem Künstlernamen Kalyani präsentiert die Malerin Svitlana Shapovalova aus der Nähe von Kiel farbenreiche Werke voller Ruhe und Spiritualität. Ihre familiären Wurzeln liegen in Russland und der Ukraine, während Norddeutschland seit vielen Jahrzehnten ihr Zuhause ist. Inspiration findet sie vor allem im Yoga, in zahlreichen Indienaufenthalten und in der indischen Kultur. Ihre Bilder erzählen von Harmonie, Bewegung, innerer Balance und Lebensfreude. Seit 2022 signiert sie ihre Werke mit „Kalyani“, einem Namen aus dem Sanskrit, der unter anderem „die Segensreiche“ bedeutet.